Der von Rohdich´sche Legatenfonds

Der von Rohdich´sche Legatenfonds (vRLF) unterstützt u.a. Angehörige der Bundeswehr (Soldaten und zivile Mitarbeiter), die unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind. Die nächsten Familienangehörigen sind darin eingeschlossen. Darüber hinaus wird die Pflege des Heimatgedankens unter besonderer Berücksichtigung des Geburts- und Heimatortes des Stifters - Potsdam und Berlin - gefördert.


•    Antrag für eine Kameradschaftshilfe oder eine Unterstützungsleistung Anträge auf eine Kameradschaftshilfe oder Unterstützungsleistung werden formlos unter Darstellung der wirtschaftlichen Lage ( gem. Anlage) gestellt
•    Antrag auf Unterstützung einer Kinder-Urlaubsmaßnahme
•    Antrag auf eine Kinder Urlaubsmaßnahme mit Stellungnahme der Dienststelle

 

Aus der Stiftung
 
Kategorie: Berichte
Geschrieben von Geschäftsführung



Das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren bedeutete für den 1796 begründeten von Rohdich´schen Legatenfonds (vRLF) das vorläufige Ende seines sozialen Wirkens. Die Stiftung wurde einige Jahre später (1951) durch die Behörden der DDR aufgelöst und das Vermögen dem Volkseigentum zugeführt. Vor 25 Jahren ergaben sich jedoch durch die Wiedervereinigung Deutschlands unverhofft neue Voraussetzungen, die Chancen zur Reaktivierung der Stiftung eröffneten, so dass sie sich danach dem Wohle von Angehörigen der Bundeswehr widmen kann. Zahlreiche finanzielle Unterstützungs- und Hilfsleistungen für Angehörige der Bundeswehr und ihre Familien konnten positiv beschieden werden. Darüber hinaus ist die Liste der unterstützten Einrichtungen lang. Ferner lässt der Stiftungszweck auch die Förderung des Erhalts von historisch wertvollem Kulturgut im Raum Berlin und Potsdam zu.


Auch um die finanziellen Mittel gezielt einsetzen zu können, ist der vRLF Kooperationen mit dem Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. (SHWBw e.V.) und dem Bundeswehr Sozialwerk e.V. (BwSW e.V.) eingegangen. Zudem ist er kooperatives Mitglied des Deutschen Bundeswehrverbandes e.V. (DBwV e.V.) Darüber hinaus ist der Vorstand bemüht, durch vielfältige Maßnahmen die Stiftung weiter bekannt zu machen.


 
So traf sich der geschäftsführende Vorstand (GV) mit dem Vorsitzenden des DBwV e.V., Oberstleutnant André Wüstner, am 5. Januar zu einem Gedankenaustausch und zur Erörterung gemeinsamer Anliegen und Interessen in der Bonner Geschäftsstelle des Verbandes. Am 23. März bei dem Besuch des neuen Kommandeurs Standortaufgaben Berlin, Brigadegeneral Michael Matz, der als Kommandeur des WachBtl BMVg Mitglied im Stiftungsvorstand war, wurde über die Entwicklung des vRLF gesprochen. Abends besuchte uns ein alter Bekannter, Herr Wolfgang Bosbach, MdB und Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, im Berliner Stiftungshaus.


Für die Kompaniechefs und Kompaniefeldwebel des WachBtl BMVg führte der Vorstand im Berliner Stiftungshaus am 26. März eine Informationsveranstaltung durch. Tags darauf besuchte der GV Staatssekretär Gerd Hoofe im BMVg, um die Unterstützungs- und Hilfsmöglichkeiten der Stiftung vorzustellen.


Die jährliche Tagung unserer Kooperationspartner fand am 27. April auf Einladung des BwSW e.V. in Bonn statt, wobei die Unterstützungsmöglichkeiten der Partner im Vordergrund der Aussprache standen.


 Auch in diesem Jahr beteiligte sich der vRLF an einer Spende zur weiteren Ausgestaltung des Berliner Invalidenfriedhofs. Am 27. Juni enthüllte der Stiftungsvorsitzende, Albrecht Schwabe, zusammen mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V., Klaus Francke, einen Gedenkstein für den 1. Kommandeur des Invalidenhauses, Oberst Karl Adam Heinrich von Feilitsch.


Oberstabsfeldwebel Karl-Uwe Hahn, neuer Vorsitzender der Unteroffizierkameradschaft BMVg und Vertrauensperson der Feldwebeldienstgrade im BMVg, informierte sich bei einem Besuch am 06. Juli im Berliner Stiftungshaus über den vRLF.
Unser Geschäftsführer, Heinz-Günter Jansen, nahm am 1. September einen wichtigen Termin in Düsseldorf wahr, um Sozialarbeiter der Bundeswehr in einem Vortrag über die Geschichte, Aufgaben und Möglichkeiten der Stiftung zu informieren. Erfahrungsgemäß gibt dieser Personenkreis nach Rückkehr in die jeweiligen Standorte seine Erfahrungen über die Stiftung auch an den militärischen Bereich weiter.


Auch in diesem Jahr fand am 20. Juli das feierliche Gelöbnis von Rekruten aus unterschiedlichen Bereichen der Bundeswehr im Bendler Block statt. Aus dem Vorstand nahmen der Vorsitzende sowie Herr Günter Harmsen und Herr Wolfgang Weiland ,als ehemaliges Vorstandsmitglied, an der Veranstaltung teil. Hauptred-n er der Gelöbnisansprache war der ehemaligeB undesminister und Hamburgs früherer 1.Bürgermeister, Klaus von Dohnanyi.


 Die erste Begegnung mit dem neuen Wehrbeauftragten, Herrn Dr. Hans-Peter Bartels, in Begleitung seines Leitenden Beamten, Herrn Wolfgang Müller, fand am 8. September im Stiftungshaus statt. Der GV stellte die Entwicklung und die Unterstützungsmöglichkeiten des vRLF dar. Der Wehrbeauftragte würdigte das Engagement und hob hervor, dass der Staat auch künftig nicht alle Problemfälle lösen könne.


Am 11. September besuchte der GV den Abteilungsleiter Personal im BMVg, Vizeadmiral Joachim Rühle, zu einem intensiven Gedankenaustausch. Die Stiftung steht unter der Aufsicht des BMVg – P III 1. Regelmäßige Begegnungen mit den Verantwortlichen des Referats haben zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit geführt. Schließlich fanden am 12. und 13. Oktober die alljährlichen Vorstandssitzungen mit dem BwSW e.V., statt. In diesem Jahr im Hotel Sonnklarhof in Meran. Der stellvertretende Vorsitzende, Herr RegDir a.D. Wolfgang Scherff, informierte über die Entwicklung des BwSW e.V. Der Vorstand des vRLF nutzte die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gedankenaustausch und übergab eine Spende für die Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien.
 
Am 21. Februar konnte der Vorstand unserem langjährigen Geschäftsführer, Herrn HeinzGünter Jansen, zum 75. Geburtstag gratulieren, verbunden mit den besten Wünschen für ein gesundes und erfolgreiches neues Lebensjahr.
Unser Vorstandsmitglied, Oberst Peter Utsch, ist für ein halbes Jahr nach Kabul kommandiert. Wir wünschen ihm eine gesunde Rückkehr.

Albrecht Schwabe